NZG: Nürnberger Zinkdruckguß-Modelle seit 1968 im Maßstab 1:50
NZG steht für Nürnberger Zinkdruckguß-Modelle — und damit für eine der ältesten Adressen für Werbemodelle von Baumaschinen. NZG baut kein Massensortiment, sondern das, was Maschinenhersteller als Modell brauchen: Mining-Bagger, Muldenkipper, Fahrmischer, Großkrane. Dieser Guide erklärt die Marke und zeigt, was das kleine, aber hochwertige NZG-Programm im Shop ausmacht.
Die Marke hinter NZG
NZG wurde 1968 in Nürnberg von Gerhard Schmid und Betty Hauer gegründet — anfangs im zweiten Stock eines Möbelhauses. Bereits 1974 umfasste das Programm mindestens 30 Modelle; über die Jahrzehnte entstanden mehr als 700 verschiedene Modelle. Seit 2000 liegt das Unternehmen vollständig in Händen der Familie Ludwig.
Der Kern des Geschäfts ist von Anfang an derselbe: Druckgussmodelle im Maßstab 1:50 als Werbe- und Sammlermodell für Hersteller schwerer Maschinen. Daneben hat NZG auch in 1:25, 1:87 und bei Nutzfahrzeugen in 1:43 gearbeitet, dazu Flurförderzeuge wie Gabelstapler, Hubwagen, Scherenbühnen und Reach-Stacker — Gerätegattungen, die sonst kaum ein Modellhersteller anfasst.
Was das NZG-Programm im Shop auszeichnet
Das NZG-Sortiment im Shop ist bewusst klein und liegt vollständig in 1:50. Inhaltlich ist es deutlich schwerer gewichtet als der Rest des Shops: Mining-Maschinen und Großgerät statt Alltagsbaustelle.
- Mining und Großbagger — der Liebherr R9600, der Komatsu PC2000-8, der Komatsu PC1250-11 mit Abbruchausrüstung, dazu der Liebherr HS 8130.1 als Seilbagger
- Muldenkipper — Komatsu HD785-7 und der Dresser 730E Haulpak, ein Vorbild aus der Zeit vor der Übernahme der Marke durch Komatsu
- Großkrane — zwei Ausführungen des Liebherr LTM 11200-9.1, des stärksten Teleskopmobilkrans
- Betonlogistik und Spezialgerät — Fahrmischer auf Mercedes-Benz Arocs, die Schwing-Stetter-Betonpumpe S51 SX, das Liebherr-Drehbohrgerät LB45
- Meiller-Dreiseitenkipper auf Mercedes-Benz Arocs 8x4 in drei Farbausführungen
Der mittlere Preis liegt bei rund 220 € und damit deutlich über dem Shop-Durchschnitt — das ist kein Zufall, sondern eine Folge der Fahrzeugklasse. Die Spanne reicht von etwa 110 € für einen Dreiseitenkipper bis 555 € für den R9600. Alle Modelle stehen in der NZG-Übersicht, nach Gattung sortiert in Bagger-Modellen und Kipper-Modellen.
Artikelnummern bei NZG
Anders als bei Conrad oder WSI lässt sich aus dem NZG-Programm im Shop kein Nummernsystem ableiten — die Stückzahl ist dafür zu klein. Praktisch sind die Nummern drei- bis vierstellig (857, 1050, 1062, 1070, 9991), manche mit Ausführungszusatz hinter einem Schrägstrich (732/28 und 732/34 für die beiden LTM-11200-Varianten, 1066/20, /50 und /55 für die drei Kipper-Farben). Dieselbe Logik wie bei Conrad gilt also auch hier: die Ziffer hinter dem Schrägstrich steht für die Ausführung, nicht für ein anderes Fahrzeug.
Werbemodell — was das für Sammler bedeutet
Ein Werbemodell entsteht im Auftrag des Maschinenherstellers, meist zur Messe oder zur Markteinführung einer Baureihe. Das hat zwei Folgen. Erstens: Die Modelle sind am Vorbild sehr genau, weil der Hersteller die Daten liefert und die Abnahme macht. Zweitens: Die Auflage richtet sich nach dem Bedarf des Auftraggebers und nicht nach der Nachfrage im Handel — ist sie weg, ist sie weg.
NZG, Conrad oder WSI — wo liegt der Unterschied?
- NZG — Nürnberger Werbemodell-Spezialist seit 1968, kleines Programm, Schwerpunkt Mining, Großkrane und Betonlogistik. Siehe diese Seite.
- Conrad Modelle — ebenfalls aus dem Nürnberger Raum, deutsche Produktion, mit Abstand das breiteste Programm: Baumaschinen, Krane, LKW, Zubehör.
- WSI Models — niederländischer Spezialist für Straßenfahrzeuge und Schwertransport-Kombinationen, dazu eine 1:87-Linie.
In der Vitrine passen alle drei zusammen, solange der Maßstab 1:50 bleibt. Wer eine Baustelle stellt, kombiniert in der Praxis gern NZG-Großgerät mit Conrad-Baumaschinen und WSI-Transportfahrzeugen.
Häufige Fragen zu NZG
Wofür steht die Abkürzung NZG?
Für Nürnberger Zinkdruckguß-Modelle.
Seit wann gibt es NZG?
Seit 1968. Gegründet wurde das Unternehmen in Nürnberg von Gerhard Schmid und Betty Hauer.
In welchem Maßstab baut NZG?
Der Schwerpunkt liegt auf 1:50; alle NZG-Modelle im Shop sind 1:50. Historisch hat NZG auch in 1:25, 1:43 und 1:87 gearbeitet.
Warum sind NZG-Modelle im Durchschnitt teurer?
Weil das Programm im Shop überwiegend aus Großgerät besteht — Mining-Bagger, Großkrane, Spezialmaschinen. Die Fahrzeugklasse bestimmt den Preis, nicht ein Markenaufschlag.
Sind NZG-Modelle Spielzeug?
Nein. Es sind Sammler- und Werbemodelle mit feinen Anbauteilen, nicht geeignet für Kinder unter 14 Jahren.
Alle genannten Firmen-, Marken- und Modellnamen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und dienen ausschließlich der Beschreibung und Identifikation.



